Meine Woche: Michael Stephens, Schulmedientag, Gamingliga und Smartphoneschule

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„Learning everywhere“ – Michael Stephens / Zukunft des Lernens

Weil man ja doch immer wieder so schnell zum Alltag übergeht, wollte ich mich hier nochmal (s. Biblioblog der Stadtbibliothek Wolfsburg) mit Michael Stephens beschäftigen, den ich am 22. Oktober in der Zentral- und Landesbibliothek in Berlin mit seinem Vortrag „Learning everywhere“ gehört habe. Christoph Deeg und viele andere wie  Martin Kramer haben darüber geschrieben. Ich will das nicht wiederholen, möchte aber nur noch mal für mich rekapitulieren, dass der Vortrag – obwohl in Englisch – auf eine ganz besonders eindringliche Weise auf mich wirkte. Jede Aussage war so plastisch und absolut folgerichtig, dass ich am Ende dachte: „Ja, es könnte doch so einfach sein. Warum nicht bei uns?“

"Learning everywhere"

“Learning everywhere” – Michael Stephens in Deutschland

Damit meine ich nicht, dass es ganz bestimmt in allen US-Bibliotheken so aussieht, wie Michel Stephens es gesagt hat. Der entscheidende Punkt sind sicherlich immer die Menschen, die ein gewisses Ziel verfolgen oder aber eben nicht.
Um mal einen Punkt in Stephens Vortrag herauszugreifen, weil damit im Grunde schon viel gesagt ist: Michael Stephens zeigt eine Abbildung von Gutenbergs Druckerpresse (genau glaube ich: „Buchdruck mit beweglichen Lettern“). Kommentar: „Als das hier erfunden wurde, haben es viele Menschen für das Ende der Menschheit gehalten.“ Genauso das Telefon, von dem viele in den USA glaubten, die Menschen – da sie nun das Telefon kennen – würden nicht mehr in die Kirche gehen (wahrscheinlich wegen des Telefonläutens).
Es liegt doch auf der Hand, das mit der heutigen Situation zu vergleichen. Wieso akzeptieren die meisten Menschen die „Leitkultur Buch“, die ja einst auch mit einem technologischen Paukenschlag begann und „umstritten“ war und lehnen die heutige Kultur der sozialen Medien, in der wir ja schon alle leben, ab? Höchstwahrscheinlich weil sie den Blick ausschließlich auf das Technische richten, genauso wie wahrscheinlich die Buchdruck-Kritiker im 15. Jahrhundert. In erster Linie aber, da sie sich massiv den neuen Medien verweigern, meistens ja mit der Begründung, da es zu gefährlich sei. (Datenschutz etc.).
Christop Deeg hat Stephens Thesen noch einmal sehr klar zusammengefaßt: „Technologie verliert an sich immer mehr an Bedeutung, während der Umgang damit an Bedeutung gewinnt“ / „Die Bibliothek ist nicht mehr der Ort der Informationskompetenz. Sie ist vielmehr Teil einer Community von Menschen mit unterschiedlichen Zielen, Inhalten, Interessen. Es gibt keine Deutungshoheit mehr“

Hier noch einige Links rund um Michael Stephens:

bibliothekarisch.de

Lesewolke

Zukunftswerkstatt

Schulmedientage Niedersachsen

Am Mittwoch, 15. November waren mit einem kleinen Bibliotheksstand auf den Schulmedientagen in Wolfsburg vertreten und obwohl ich keinen der angebotenen Workshops besuchen konnte, habe ich trotzdem einen sehr interessanten Tag dort verbracht. So konnte ich nicht nur am Stand von Frings und Kuschnerius Apples MacBook Pro und MacBook Air und das neue iPadmini in die Hand nehmen und ausprobieren, sondern habe mich auch noch über so interessante Dinge wie das MobiWhite Board von Mobile IT Service und über die Lernplattformen (interessant auch wegen der möglichen Schnittstellen zu Bibliotheksanwendungen) von It´s Learning informiert, die durch ihren Geschäftsführer Christian Grune in Wolfsburg vertreten wurde. Dank an den Wolfsburger Projektleiter der Schulmedientage Andre Gülzow vom Wolfsburger Medienzentrum.

Aber auch der Stand der Stadtbibliothek Wolfsburg hatte Interessantes zu bieten (wir werden unsere Ausstellungstechnik schon bald durch professionelle Rollups ergänzen): Gamingliga, Smartphoneschule und Onleihe waren die Themen.

Überhaupt war das eine tolle Erfahrung: egal, wen man am Stand auf Smartphones und Mario Kart ansprach – alle hatten dazu etwas zu sagen. Wenn man Kinder fragte: „Spielst Du eigentlich auch Mario Kart“ löste man in der Regel sofort Begeisterungsstürme aus.

Noch ein paar Anmerkungen zur Gaming-Liga und zur Smartphonschule in der Stadtbibliothek Wolfsburg: die Gamingliga findet in  Wolfsburg im November noch an zwei Dienstagen (20. / 27.11.12)  nachmittags von 14 bis 18 Uhr statt. Gespielt wird ausschließlich Mario Kart auf der Wii.

Wolfsburger Nachrichten vom 31.10.12

Wolfsburger Nachrichten vom 31.10.12

Und auch die Smartphoneschule (mit CoWorking und Medienzentrum) ist richtig gut angelaufen. Parallel zu den meist „erwachsenen Erwachsenen“ möchten wir die Kontakte zu den Schulen stärken, in denen wir gern Arbeitsgemeinschaften hätten, in denen sich Schüler mit einbringen. Wir hoffen, dass es uns gelingt!?

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