Outdoor-Gaming: ein kleiner Erfahrungsbericht oder von den Vorzügen konventioneller Spiele

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Anläßlich des Weltspieltages, den das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Wolfsburg am 1. Juni in Teilen der Porschestraße durchführte, machte sich auch eine kleine Abordnung der Stadtbibliothek auf den Weg in die Fußgängerzone: die Azubis der Stadtbibliothek  und der Autor Uwe Nüstedt.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs eröffnet den Weltspieltag 2012 in der Porschestraße

Oberbürgermeister Klaus Mohrs eröffnet den Weltspieltag 2012 in der Porschestraße

Im Schlepptau unsere (fast) gesamte Gaming-Ausstattung, denn wir waren sicher, dass die bei einem Weltspieltag nicht fehlen durfte und große Aufmerksamkeit erregen würde.  In den Vorbereitungsrunden, zu denen das Kinder- und Jugendbüro regelmäßig eingeladen hatte, wurde unser Anliegen schon Anfang des Jahres thematisiert und von der Mehrheit der Beteiligten durchgewunken – auch wenn der Hintergrund des Weltspieltages ist, dass Spiele gespielt werden sollen, die mit einfachen Mitteln und ohne viel Aufwand (Geld, Technik, Strom etc.) möglich sind.

Auch wenn hier am Nachbarstand der Turm mal wackelt - wir hatten ganz andere Probleme!

Auch wenn hier am Nachbarstand der Turm mal wackelt – wir hatten ganz andere Probleme!

Nachdem wir uns einen Tag zuvor alle noch einmal zum Einspielen trafen und die Gerätschaften und Spiele auf ihre Vollständigkeit überprüft hatten, waren wir schließlich sicher, dass es ein toller Tag werden würde. Die Playstation wollten wir in der Bibliothek zurücklassen, da außer „Sing Star“ so ziemlich alles an Spielen dafür ausgeliehen war .“Sing Star“ fanden wir allerdings nicht geeignet für die Fußgängerzone, deshalb sollten diesmal nur Nintendo DS, Nintendo 3D, die Xbox und die Wii dabei sein. Das würde aber ja auch reichen, dachten wir.

Und wenn das Wetter sich halten oder noch etwas verbessern würde….

Es kam Freitag, der 1. Juni und das Wetter war alles andere als einladend für einen Spieletag. Das sollte sich aber gar nicht als das größte Problem herausstellen, denn immer wieder kam die Sonne durch und die mitgebrachten Wolldecken und Verpflegungseinheiten hielten uns so einigermaßen bei Laune (das ist möglicherweise stark subjektiv gefärbt!?)

Da ging es noch: die Azubis der Stadtbibliothek

Da ging es noch: die Azubis der Stadtbibliothek

Erstmal stellten wir fest, dass die Wii die freie Natur nicht mochte und sich nach kurzem Hochfahren immer wieder von selbst abschaltete und dann hatte auch noch die Kinect der Xbox Schwierigkeiten, den Raum zu erfassen, sodass wir sie abklemmen mußten und ausschließlich Spiele wie „Lego-Fluch der Karibik“ und FIFA 11 mit Handsteuerung möglich waren.

Die Xbox-Kinder vom Weltspieltag

Die Xbox-Kinder vom Weltspieltag

Generell mußten die Kinder beim Spielen aber auch ganz nah an den Bildschirm gehen, da die Outdoor-Situation dazu führte, dass die Monitore stark spiegelten. Das Projekt, noch kurzfristig einen Pavillon, wie sie die anderen Stände teilweise hatten, zu organisieren, scheiterte und auch ein spontan beschaffter Sonnenschrim brachte keine Besserung.

Auch wenn immer kleinere bis größere Gruppen vor dem „einen“ Monitor standen und spielten, so hatten wir uns die Aktion doch anders vorgestellt.

FIFA 11.....

FIFA 11…..

Die Azubis froren trotz der Decken (schon gegen 14 Uhr postete eine Auszubildende:  „Wir zocken und erfrieren, warum sind wir bloß hier!?“) und ich hätte beinahe aus Frust die ganze Dose mit Schaumgummibärchen aufgefuttert.

Was wir daraus gelernt haben: Gaming-  immer wieder, aber wenn schon in freier Natur, dann auf jeden Fall im Zelt oder Pavillon!

Uwe Nüstedt

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