Vietnam – Konfrontation mit der Geschichte Vietnams

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2. Tag (Di., 28. August)

Nach Frühstück bei Pho und einem traditionellen vietnamesischen Kaffee (geröstet mit Butter und Whisky) – süße und zähe Milchmädchen-Milch, die zuerst ins Glas gefüllt wird und deren Süße man selbst bestimmt, indem man kurz oder lang umrührt – entschieden wir uns für eine Cyclo-Fahrt zum Kriegsopfermuseum, indem wir uns über den Vietnamkrieg aus erster Hand informieren wollten. Für die drei Fahrer (wir waren zu dritt) handelten wir einen Preis für Hin- und-Rückfahrt inclusive Wartezeiten der Fahrer vor dem Museum von 120.000 Dong (6 Dollar) pro Person aus. Das sollte laut unserem erfahrenen dritten Mann im Bunde für vietnamesische Verhältnisse ein ganz gutes Einkommen sein.

Im Kriegsopfermuseum in Ho-Chi-Minh-Stadt

Im Kriegsopfermuseum in Ho-Chi-Minh-Stadt

Der Besuch des Kriegsopfermuseums ging wirklich unter die Haut. Die Frage, die sich uns immer mehr aufdrängte, je mehr wir sahen: Warum? Warum mußte dieser Krieg mit diesen entsetzlichen Folgen sein?  3 Millionen Tote forderte dieser Krieg, darunter 2 Millionen Zivilisten. 58.000 US-Soldaten kamen ums Leben.

Nach diesem Besuch brachten uns unsere Cyclo-Fahrer zurück zum Benh Thanh-Markt. Hier suchten wir Schutz, da mittlerweile ein dramatischer Regen eingesetzt hatte.  Mit dem Bus fuhren wir am Nachmittag zum Binh-Tay-Markt in Cholon, der Chinatown in Saigon.

Die "Küchenwarenabteilung" im Binh-Tay-Markt

Die „Küchenwarenabteilung“ im Binh-Tay-Markt

Später besuchten wir den Ha-Chuong-Hoi-Qua- und den Thien-Hau-Tempel in Cholon. Vom Binh-Tay-Markt aus waren wir bestimmt über eine Stunde unterwegs, bis wir diese beiden Tempel fanden. Entweder es lag an den Beschreibungen im Reiseführer oder wir waren noch so konfus am zweiten Tag und dem vietnamesischen Metropolenverkehr einfach noch nicht gewachsen…

Quan-Am-Pagode in Cholon

Quan-Am-Pagode in Cholon

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  1. Korrektur: Der erste Tempel war definitiv der Ha-Chuong-Hoi-Qua-Tempel aus dem 18. Jh. (802, Nguyen Trai). Er ist ebenso der Meeresgöttin Thien Hau gewidmet wie der zweite Tempel, bei dem Thien Hau dann ja auch namengebend ist.

  2. Habe beim Googeln diese kleine Geschichte zu Thien Hau gefunden:
    Der Legende nach war Thien Hau ein armes Mädchen aus Südchina der Provinz Fujian. Sie bat Fischer, sie auf ihre Boote mitzunehmen. Die reichen Fischer weigerten sich jedoch, sodass sie nur mit einem kleinen Boot mitreisen durfte. Auf der Reise kam aber ein heftiger Sturm, und alle Boote, große wie kleine, kenterten, nur ihr kleines Boot nicht. Daher wird sie seitdem als Schutzpatronin der Fischer und Seeleute angebetet.

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