Vietnam – leerer Tank und lauter Königsgräber

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17. Tag (Mi., 12.09.)

Am heutigen Tag stand ein Motorradausflug zu den Königsgräbern in der Umgebung Hues auf dem Programm. Nicht nur die Grabanlagen – das sieht man ja an den Bildern – waren fantastisch, wie in einer anderen Welt und Zeit. Ein Erlebnis waren auch unsere drei Motorbike-Guides, die uns erstmal zur Thien-Mu-Pagode brachten (warum „leerer Tank“, das  kommt später!).

Thien-Mu-Pagode in Hue

Thien-Mu-Pagode in Hue

Dann ging es weiter zur Tu-Duc-Grabanlage:

Tu-Duc-Grabanlage

Tu-Duc-Grabanlage

Die nächste Grabanlage war die von Minh Mang:

Minh-Mang-Tor - dahinter endlos zu laufen!

Minh-Mang-Tor – dahinter endlos zu laufen!

Und dann die Grabanlage von Khai Dinh:

Khai Dinh

Khai Dinh

Das muss als Aufzählung reichen! Wir haben uns an diesem Tag wirklich die Füße plattgelatscht, die Grabanlage von Khai Dinh war einmalig deshalb, da wir erstmal – gefühlt – 1 km Treppen steigen mußten, bevor wir hier (s. Bild) ankamen. Innen war es dann sehr prunkvoll

Prunkvoll bis ins letzte Detail

Prunkvoll bis ins letzte Detail

Jetzt die Geschichte mit dem leeren Tank. Als wir in Khai Dinh mit dem Ziel „japanische Brücke“ losfuhren, bildeten wir zunächst noch eine Biker-Schlange, d.h. alle konnten sich irgendwie sehen. Dann machte „mein“ Bike Schwierigkeiten und wir mußten absteigen.

Wie sich herausstellte, hatten wir kein Benzin mehr. Überhaupt kein Problem, sagte mein Fahrer, die nächste Tankstelle sei nicht mehr weit. Erstmal legte er das Motorrad auf auf die Seite und bewegte es sanft hin und her, um noch den letzten Tropfen Benzin an die richtige Stelle zu bringen. Die Krönung: einmal richtig in den Tank pusten. Seinem Gesicht nach zu urteilen, brachte er hier ein wirklich großes Opfer!

Tatsächlich: wir schafften es gerade bis zur nächsten Tankstelle. Und ein Unglück kommt selten allein –  es sei ihm unangenehm, ob ich ihm mit ein bißchen Geld aushelfen könnte? Natürlich tat ich das und ließ 50.000 Dong „rüberwachsen“.

Danach hatten wir viel an Strecke aufzuholen. Die beiden anderen waren unserem Ziel inzwischen schon sehr viel näher und machten sich, wie wir später erfuhren, bereits Sorgen. Das muß wohl auch an der mangelhaften (Tele-)Kommunikation meines Fahrers gelegen haben.

Da war die Welt noch in Ordnung und wir hatten genug Sprit

Da war die Welt noch in Ordnung und wir hatten genug Sprit

Als wir dann zur japanischen Brücke kamen (absolutes Kleinod), mußten wir erstmal auf die beiden anderen Reisepartner warten. Sie hatten sich noch ein wenig in der Umgebung umgesehen, da wir weit und breit nicht zu sehen waren. Zu erwähnen bleibt dann noch diese niedliche ältere, sehr eloquente Dame, die sehr mitteilungsbedürftig war.

Sie las einem aus der Hand und tischte hanebüchene Geschichten auf. Natürlich bat sie dann noch um Geld. Das hatte mir einer der Fahrer schon vorher gesagt: „Sie erzählt einem viel, aber nur, um sich für das Geld, was sie verlangt, später Bier zu kaufen..“ Ob sie das tatsächlich tat, wissen wir nicht.

Mitteilungsbedürftige Wahrsagerin auf der japanischen Brücke

Mitteilungsbedürftige Wahrsagerin auf der japanischen Brücke

Und weil die japanische Brücke wirklich sehenswert ist, hier ein Abschlußbild für heute:

Japanische Brücke in Hue

Japanische Brücke in Hue

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Eine Antwort »

  1. Zu der Benzingeschichte: Wir fuhren ja zunächst noch ein ganzes Stück ahnungslos weiter und dachten uns nicht viel dabei, daß wir den Blickkontakt verloren hatten, schließlich waren wir auf einer großen, vielbefahrenen Straße, da kann das schon mal leicht passieren. Irgendwann begann mein Guide, der glaube ich, so etwas wie der Chef von den dreien war, immer langsamer zu fahren und immer nervöser nach hinten zu gucken. Kam ihm dann doch wohl doch irgendwie spanisch vor, daß Uwe und sein Guide nicht auftauchten. Schließlich hielten wir an um zu warten, bzw. mein Guide wendete und fuhr zurück. Langsam wurde mir echt komisch. Die naheliegende Vermutung, ob sich Uwes Guide verfahren haben könnte, wurde von Gerds Guide nachdrücklich verneint, das könne gar nicht sein (wir waren eigentlich auch immer nur geradeaus gefahren). Für einen Moment war ich beruhigt, aber dann meldete sich mein Verstand zurück und flüsterte mir ein, daß Verfahren von allen Möglichkeiten eigentlich die freundlichste war. Ansonsten käme ja eigentlich nur noch ein tödlicher Verkehrsunfall in Frage oder aber mutwillige Ausraubung und Zerstückelung… Ich verbot mir derlei Gedanken und klammerte mich an das Mantra „Es wird schon nichts passiert sein.“ – Ich will Gerds Guide nicht Unrecht tun, aber in meiner Erinnerung mußte Gerd ihm erst auf die Idee bringen, doch einmal zu versuchen, ob Uwes Guide per Handy zu erreichen sei. Nach mehreren Versuchen war er es dann auch und wir erfuhren endlich, daß nichts passiert war, außer, daß das Benzin alle war. Wir waren sehr erleichtert und und rechneten nun damit, daß die beiden eigentlich bald auftauchen müßten, aber das Warten nahm und nahm kein Ende… Beim nächsten Telefonkontakt erfuhren wir dann, daß die beiden einen anderen Weg genommen hatten und schon längst an der japanischen Brücke ihrerseits auf uns warteten! Gratulation! 😉

    Na ja, und die „Dame von der japanischen Brücke“ hat meinem lieben Uwe, während sie MIR aus der Hand las, sage und schreibe drei oder vier Kinder prophezeit. Schaunwirmal!!

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