#gmk13 – Notizen zum 30. GMK-Forum in Mainz

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Gemeinsam mit 5 Medienpädagogen aus Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter war  ich am Wochenende auf dem  30. GMK-Forum in Mainz, das 2013 unter dem Motto „Smart und mobil – Digitale Kommunikation als Herausforderung für Bildung, Pädagogik und Politik“ abgehalten wurde.

Es war ein Treffen, bei dem Praxis auf  Wissenschaft traf und das zahlreiche Impulse in Form von Vorträgen und Workshops gab. Selbst GMK-Mitglied seit diesem Sommer, war es für mich der erste Besuch des Forums.

Ich will hier nicht alle Veranstaltungen aufzählen, die ich besucht habe – obwohl mich besonders der Impulsvortrag von Prof. Christoph Igel und die Praxisberichte von Daniel Bernsen (Eichendorff-Gymnasium Koblenz) und von Actionbound  („Learning and teaching outside the box“ mit Kelvin Autenrieth und Simon Zwick) beeindruckt haben.

Daher hier mal einige verdichtete Leitsätze von Prof. Christoph Igel, die zum Nachdenken anregen.

„Es wird 2015 doppelt so viele mobile Endgeräte als Menschen auf der Welt geben“

„5 Jahre wird es 2015 dauern, sich das Filmmaterial anzusehen, das dann innerhalb 1 Sekunde hochgeladen wird“

Die Frage nach Technologie und Bildung bzw. nach geeigneten Bildungskonzepten für die Zukunft, die ein mobiles Lernen ermöglichen, wurde immer wieder auch in der Form diskutiert, ob nun Technologie die Bildung antreibt oder aber, ob man nicht zunächst ein Bildungskonzept erstellen könnte, um dann zu sehen, welche Technologie es dafür gibt.

GMK-Forum in Mainz

GMK-Forum in Mainz

Was besonders auch von Prof. Igel bekräftigt wurde, ist, dass der technologische Fortschritt nicht von bildungspolitischen Strukturen oder Konzepten aufgehalten oder gesteuert werden kann, sondern dass sich Technologie unabhägig von all dem weiterentwickelt (irgendwie auch logisch..).

Das ist besonders dramatisch, wenn man sich klar macht, dass Deutschland bei der technologischen Entwicklung wie etwa bei der Entwicklung von Software 7 Jahre hinter den USA zurückliegt. Wir kommen also sowohl bei der Technologie als auch bei den Bilungskonzepten nicht mit.

So wurde u.a. auch von Schulen berichtet, die um „up to date“ zu sein, Klassensätze von mobilen Endgeräten anschaffen, aber nicht ansatzweise wissen, was sie damit eigentlich anfangen sollten.

Der Einsatz von Technologie hat Lernen und Bildung längst verändert. Das bedeutet, dass sich auch die Rolle der Pädagogen und Bildungsinstitutionen grundlegend ändern muss.  „Lernen in der Zukunft“ und statische, über Jahre hinweg unbewegliche Curricula in Schule und Hochschule, die frontal und zentral umgesetzt werden, sind nicht mehr miteinander vereinbar.

Mithilfe von Technolgie wie mobilen Endgeräten, wird es beim Lernen der Zukunft also nicht mehr um eine Kumulation, sondern um eine individuelle Konstruktion von Wissen innerhalb eines bestimmten flexiblen Rahmens gehen.  Dafür werden Bilungskonzepte nötig sein, die auch Prozesse zulassen, die unsere jeweilige Lebenswelt zum Curriculum machen.

Mobiles Lernen läßt die Lernenden entscheiden, welche Quellen und Angebote relevant sind….

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