Das Internet der Dinge oder mein Kühlschrank spinnt?

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Was soll das eigentlich sein, das „Internet der Dinge“? Ich meine, es geht doch um lauter Dinge im Internet. Das war das, was mir einfiel, als ich das erste Mal vom „Internet der Dinge“ hörte.

Habe dann erfahren, dass es „die Informationslücke zwischen der realen und virtuellen Welt minimieren will“. Und Wikipedia sagt weiter, dass im Zuge der Verwirklichung des „Internets der Dinge“ der PC zunehmend als Gerät verschwindet und durch „intelligente Gegenstände“ ersetzt wird.
Es geht also um die fortschreitende Vernetzung von (allen) Dingen des Alltags wie Haushalts- oder Unterhaltungsgeräte, Kühlschränke, Thermostate und Bordcomputer in Autos, die den Wagen selbstgesteuert einparken lassen oder ferngesteuerte Heizungssensoren, die die Temperatur im Haus automatisch regeln. Smarte, kluge und mitdenkende Geräte also, die mit integrierten Rechnern ausgestattet sind und sich dauerhaft im Netz befinden. Fernsteuern lassen sie sich auch durch Apps vom Smartphone aus.
Das hört sich erstmal sehr gut an. Was man natürlich nicht vergessen darf, ist, dass die neuen intelligenten Geräte, um so arbeiten zu können, auch jederzeit Statusinformationen liefern müssen. Das ist ja auch logisch: wenn mein Kühlschrank ständig mit meinen Lieblingsspeisen gefüllt sein soll, dann muss er seinen augenblicklichen Status jederzeit weitermelden, ob nun an mein Smartphone, damit ich weiß, was ihm fehlt oder aber an den Supermarkt an der Ecke. Um es auf den Punkt zu bringen: diese smarten Geräte zeichnen Daten auf, auf die natürlich auch die Hersteller der Geräte Zugriff haben.

Mein Kühlschrank: noch ist er voll und spinnt nicht!

Mein Kühlschrank: noch ist er voll und spinnt nicht!

In einer Sendung habe gehört, dass 2014 das Jahr sein wird, in dem das „Internet der Dinge“ einen ganz rasanten Sprung nach vorn machen und Wirklichkeit werden wird. Stellvertretend für diesen Trend stehen vielleicht auch Googles Übernahme des kleinen Rauchmelder- und Thermostat-Herstellers Nest, um damit die Online-Vernetzung in Haushalten voran zu treiben und mehr über die Gewohnheiten und Bewegungsprofile der Gerätebesitzer und –nutzer in Erfahrung zu bringen.
Und es hat sich wieder mal Angst breit gemacht. Vor Netzkriminellen und Cyberattacken zum Beispiel wie hier in diesem Spiegel-Artikel. Die Frage aller Fragen: wer ist verantwortlich für das, was die Geräte anstellen, inwieweit beeinflussen die smarten Haushaltshelfer meine Entscheidungen und wem gehören die Daten eigentlich? Mir oder dem Hersteller?
Ich für meinen Teil kann zumindest sagen, dass ich mich, zumindest was den Kühlschrank und das Einparken mit dem Auto angeht, auf meine eigenen Fähigkeiten verlassen werde. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte (!?)

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