Archiv der Kategorie: Wolfsburg

Net(t)koeppe – die monatliche Talkrunde rund ums Digitale

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Es war nun schon die dritte Ausgabe der Net(t)koeppe, unserer monatlichen einstündigen Talkrunde im Schiller40 mit dem Thema „(Keine) Zeit zum Abschalten?- droht uns der digitale Burnout“.

 

Wir talken einmal im Monat, das nächste Mal am Dienstag, 17. Juni um 18 Uhr. Es gibt immer einen Livestream (Youtube-Link wird vorher bekannt gegeben), eine Podcast-Folge und ein fertig geschnittenes Filmchen, das von Wobstories produziert wird.

Anrufen und mitdiskutieren kann man während des Livestreams auch – unter der Tel. 05361-8928465. Die Runde besteht aus der Wolfsburger Bloggerin Christiane Schulz, Studentin Michaline Saxel, Kulturblog38- Blogger Jan Engelken, Michael Wehram (Blogger und Slammer), Christian Cordes (Schiller 40) und mir.

Smartphoneschule – eine kleine Erfolgsgeschichte

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Wie hier  schon mal berichtet, kann man bei der Wolfsburger Smartphoneschule mittlerweile wirklich von einer richtigen Erfolgsstory sprechen. Jeden zweiten Donnerstag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Schiller40, dem Wolfsburger CoworkingSpace, als Kooperationsveranstaltung von CoWorkingSpace und Stadtbibliothek. Immer rund 40 Leute, die mit ihren Fragen rund ums Smartphone kommen. Viele haben gerade ein Smartphone gekauft, einige auch eins geschenkt bekommen und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen und dann gibt es immer auch Leute, die sich grundsätzlich informieren wollen, welches Smartphone denn für sie überhaupt in Frage kommt. Ein ganz offenes Format also. Die Fragen werden gesammelt und nacheinander abgearbeitet.

Smartphoneschule1

Natürlich gibt es ein paar Stammgäste, die fast jedes Mal mit dabei sind. In der Regel kommen die Leute aber ein-, zwei- oder dreimal und sind dann erstmal gebrieft, bevor sie irgendwann später wieder dazustoßen. Dann kommen neue Leute.

Wenn der Termin in der Zeitung veröffentlicht wurde, haben wir in der Regel auch zahlreiche Anrufe von Interessenten, bei denen oft eine große Unsicherheit  herauszuhören ist: muss ich mich vorbereiten, vorher etwas lesen, kann ich einfach vorbeikommen, auch wenn ich überhaupt noch nichts weiß?

Smartphoneschule2

Diese Schwellenangst ist dann aber sehr schnell überwunden. Und Dank Christian Cordes, dem Leiter des Schiller40, der jede Frage beantwortet und anschaulich erklärt, worauf es ankommt, gehen alle Smartphoneschüler zufrieden von der Smartphoneschule wieder nach Haus.

Smartphoneschule3

Die beiden hier und hier verlinkten Berichte über die Smartphoneschule stammen von Wobstories (hier) und vom Wolfsburger Blogger und Podcaster Michael Wehram.

Die Cowork2014 in Wolfsburg

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Als einer, der festangestellt im öffentlichen Dienst arbeitet, hatte ich streng genommen nichts verloren auf der Cowork2014, der diesjährigen Coworking-Konferenz in Wolfsburg, zu der sich cirka 80 Coworker und CoWorking-Space-Betreiber aus dem gesamten Bundesgebiet und der Schweiz angemeldet hatten.

CoWork 2014 in Wolfsburg

CoWork 2014 in Wolfsburg

CoWorkingSpaces beherbergen in der Regel nicht festangestellte „Angehörige“ der Kultur- und Kreativwirtschaft, die einen Schreibtisch mit Hardwarezugang und den direkten Kontakt zu anderen Kreativen im Space der Einsamkeit am Schreibtisch daheim vorziehen. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten für Startups und Existenzgründer, die sich zum Beispiel in der Vorgründungsphase befinden. Der Schreibtisch ist preiswert, kann ganz flexibel für einen Tag, wochen-, monatsweise oder auch für ein Jahr gemietet werden, es gibt keine festgefahrenen, ineffektiven Hierarchien, die kreative Arbeit oft nur behindern, dafür aber jede Menge neuer Kontakte und bestenfalls eine Dynamik unter den CoWorkern, die aus dem freiem Antrieb der Bewohner eines CoWorkingSpace resultiert.
Die fast zwei Jahre, die ich nun schon im Wolfsburger CoWorkingSpace „Schiller40“ ein- und ausgehe, haben meine Auffassung darüber, was alles möglich wird, wenn man sich praktisch den Ort und die Menschen aussuchen kann, mit denen man zusammenarbeitet, daher auch nachhaltig geändert.
Neben Christian Cordes, dem Leiter des Wolfsburger Spaces, begrüßten am Freitag Abend auch Oliver Syring, Vorstandsmitglied der Wolfsburg AG und Andreas Meyer in Vertretung für den Wolfsburger Oberbürgermeister.
Fester Programmpunkt des Abends war die Präsentation von Lena Schiller Clausen, die ihr (gemeinsam mit Christoph Giesa) noch nicht veröffentlichtes Buch „New Business Order“ vorstellte, über das im Anschluss in Form eines „fishbowl-Podiums“ diskutiert wurde. Hier nur einige Schlagworte der Diskussion: „CoWorking als Geschäftsmodell“, „CoWorking als Risikogemeinschaft“, „ Wirtschaftsförderung von unten“, „Zukunft / Zukünfte der Arbeit“, „Wie möchte ich arbeiten?“.

Lena Schiller Clausen und Christian Cordes

Lena Schiller Clausen und Christian Cordes

Den musikalischen Abschluss des Auftaktes bestritt der Braunschweiger Singer-Songwriter Ulf Hartmann.

Ulf Hartmann

Ulf Hartmann

Der folgende Tag (Samstag) war der kreativen Arbeit im Barcamp-Format gewidmet.
So ging es in einer Session mit Kathrin Passig zum Beispiel um „Ambivalenzen“, also um Konflikte in CoWorkingSpaces, die beim kollaborativen Arbeiten immer auch entstehen können. Wenn man also sowohl gemeinsam arbeiten aber gelegentlich auch ungestört sein möchte oder muss (Vermieter-, Mieterrolle, Kommunikation etc.).

Konkreter zum Thema „Konflikte und Konfliktbewältigung“ wurde noch in einer anderen Arbeitsgruppe gearbeitet , in der u. a. thematisiert wurde, wie man konkret mit unterschiedlichen Arbeitstilen umgehen soll.
Weitere Sessions beschäftigten sich mit spezieller Software für die Verwaltung von CoWorkingSpaces und dem Thema „Wirtschaftsförderung von unten – Schule der Selbstständigkeit“ („welche Beratung braucht man, wenn man sich selbstständig macht?“ „Sind die IHK-Paketangebote von der Stange eigentlich das Richtige?). Unter dem Titel „Arbeits(t)räume“ ging es darum, ob CoWorking eher mit dem physischen Raum oder aber mit der Cloud, in der man mit anderen vernetzt ist, verwirklicht wird.
In der Veranstaltung  „Podcast“ ließ ich mir von Branko Canak von seinem Podcast-Projekt („Küchenphilosophie“) berichten, von den Beweggründen eines Podcasters, der Geschichte des Podcastings, der Technik etc., und besuchte abschließend  „Kultur / Kreativ / Wirtschaft“, in dem Christian Cordes die Geschichte und die Struktur des noch jungen „Wolfsburger CoWorking Spaces „Schiller40“ als erstem kommunalen Space in Deutschland beschrieb.

Der Session-Timetable

Der Session-Timetable

Der Sonntagmorgen war zunächst dem Vortrag von Professor Reiner Schmidt „Gemeinsam ARBEITEN.Wohnen.Leben. Stadt machen“ gewidmet, der die Keynote zur anschließenden Podiumsdiskussion sprach. Schmidt skizzierte verschiedene Initiativen der „aktivierenden Stadtentwicklung“ wie den Bernburger Saalesommer und den Pferdestall in Helmstedt, die sich zu Plattformen für Kreativität im urbanen Kontext entwickelt haben.

Prof. Reiner Schmidt

Prof. Reiner Schmidt

Die abschließende Podiumsdiskussion führte Ralf Sygusch von der Stadtentwicklung Wolfsburg, den Leiter des InnovationsCampus der Wolfsburg AG, Josef Schulze Sutthoff, Andreas Warmbein vom Helmstedter Pferdestall, Simone Hollwinkel von der Geschäftsstelle Wolfsburg der IHK Lüneburg – Wolfsburg, Yvonne Fierdaus vom Düsseldorfer CoWorking Space GarageBilk und Christian Cordes auf die Bühne des ehrwürdigen Aalto- Hörsaals.
Ich habe die drei CoWork-Tage als sehr inspirierend und lebendig wahrgenommen und bin sehr froh, dass ich daran teilgenommen habe. Insbesondere waren es für mich die Gespräche und somit auch die neuen Kontakte zwischendurch, die mich weitergebracht haben.

“Gaming in Bibliotheken – Gamify your Library” – von den Lebensrealitäten, auf die Bibliothek und Schule besser reagieren müssen

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Am 7. November war Christoph Deeg, Berater und Speaker für die Bereiche Social-Media-Management und Gamification, zu Gast in der Stadtbibliothek Wolfsburg und sprach über die Bedeutung von Gaming und Gamification in der Zukunft der Kultur- und Wissensvermittlung.

Christoph Deeg

Christoph Deeg

Zu der Veranstaltung, die von der Wolfsburg AG unterstützt wurde, waren rund 40 Gäste, darunter Bibliotheksmitarbeiter auch aus umliegenden Bibliotheken, Medienpädagogen aus Wolfsburg und Schüler eines Seminarfachs des Wolfsburger Ratsgymnasiums mit ihrer Lehrerin Frau Weber-Förster gekommen. „Gaming ist Lernen, Computerspiele zeigen uns, wie wir besser lernen, lehren und arbeiten, sie sind Maschinen zur Vernetzung und Erweiterung der Kreativität“, so Christoph Deeg. Ein Kind, das Pokemon spielt, lernt in einem Spiel mehr neue Worte lesen und schreiben als in den ersten beiden Schuljahren. Gaming ist Lernen „ohne dass man es merkt“. Schüler, die sich erfolgreich in World of Warcraft oder Starcraft bewähren, sind alles andere als für ihr weiteres Leben gefährdete Schüler. Im Gegenteil: sie beweisen, dass sie fähig sind, kreativ und gemeinsam mit anderen Strategien für das Verstehen komplexer Strukturen zu entwickeln. Leider seien die Methoden des Lernens in Computerspielen und aktuell in Schule und Bibliothek (noch) nicht kompatibel, so Deeg. Auf der einen Seite die noch sehr linearen Lern- und Bildungswelten und auf der anderen die Kultur des Gamings mit klaren Zielen, einem Regelwerk, das Kreativität und Freiräume zulässt und ein jederzeit starkes Feedback verspricht. Auch die Chance, durch Fehler zu lernen („Try and fail“) sei derzeit in der Schule viel zu wenig gegeben. Gaming wird die Bibliotheksarbeit verändern, ist Deeg überzeugt . So geht es in Zukunft nicht darum, wie viele Games eine Bibliothek in ihrem Medienbestand hat und welche sie verleiht, sondern vielmehr darum, ob Bibliotheken (und Schulen) bereit sind, Gaming und Gamern eine Plattform zu geben, auf der sie sich entwickeln können. Das setze voraus, dass Bibliotheken die Kultur der Gamer akzeptieren und noch vielmehr, dass sie die Lern- und Spielprinzipien von Computerspielen auch auf ihre Arbeitsinstrumente wie Kataloge etc. übertragen (s. Gamification).

Christoph Deeg

Christoph Deeg

Aufgeräumt werden sollte mit typischen Klischees, dem Entweder-Oder klassischer Bildungsideale. Wie etwa, dass es als erstrebenswert gilt, sich allein und abgesondert in ein Buch zu vertiefen, wir dagegen aber höchst alarmiert sind, wenn sich Jugendliche längere Zeit allein mit Computerspielen oder aber in der Öffentlichkeit mit ihrem Smartphone beschäftigen. Klassische Medien wie Bücher sind nicht schlechter als Computerspiele oder aber Smartphones. Es sind unterschiedliche Lebensrealitäten, die nebeneinander existieren und ein Ausdruck unserer reichen kulturellen Identität. Es war ein spannender, mitreißender Vortrag, für den wir uns herzlich bei Christoph Deeg bedanken und auch bei der Wolfsburg AG, die ihn mit ermöglicht hat.

#Sonntagsspaziergang

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Schon erstaunlich, was man alles so in der Umgebung hat! Als Wolfsburger denkt man ja in anderen Dimensionen, die nicht unbedingt immer etwas mit grenzenloser Naturerfahrung zu tun haben, sondern eher mit Innovation und Automobilität.

Quellhaus Langeleben

Quellhaus Langeleben

Heute mit Besuch ganz spontan in die Königslutter-Gegend gefahren: Findlingsgarten, Elfenpfad, Tetzelstein und dann durch das Reitlingstal zu einem absoluten Kleinod, das eher den Eindruck macht, als wäre es erst vor wenigen Jahren aus dem Dornröschenschlaf erwacht: Lucklum

Quellhaus mit malerischem Teich

Quellhaus mit malerischem Teich

Tolle, märchenhafte Landschaft. Muss man sich nur immer wieder klar machen, wo man eigentlich lebt.

#fifa #fifa

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Das erste große Wolfsburger  FIFA 13-Turnier auf der Playstation 3 und dann auch noch in einer öffentlichen Bibliothek , wer hätte das gedacht? 96 Turnierteilnehmer haben sich gemeldet und 8 davon werden am Schluss übrig bleiben. Attraktive Preise winken, so VIP- und Tribünenkarten vom VfL Wolfsburg und andere interessante geldwerte Gutscheine von SATURN in Wolfsburg und EA Sports.

Weiterhin mit am Start: Retrogaming und der Verein zum Erhalt klassischer Computerspiele e.V.

Bald gibt es ja das neue FIFA 14. Da wollen wir in der Stadtbibliothek auf jeden Fall wieder ein Turnier veranstalten.

FIFA 13-Turnier in der Wolfsburger Stadtbibliothek

FIFA 13-Turnier in der Wolfsburger Stadtbibliothek

#movimentos #ballett

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Gestern in der Autostadt das Movimentos-Ballett „Don Quichotte du Trocadéro“ von José Montalvo. Ich konnte wirklich gar nicht so schnell gucken: lauter kleine Mikrobewegungen der Tänzer. Und immer wieder die Frage, wie es eigentlich möglich ist, sich so schnell zu bewegen.

Movimentos im Vorfeld

Movimentos im Vorfeld

Eigentlich bin ich kein Ballettfreund, die gestrige Aufführung aber hat mir wirklich sehr gut wirklich gefallen!

„Sein [Montalvo] neues Stück entwickelte er aus Elementen der Burleske, der Commedia dell’Arte und einer französischen Spielart des Slapsticks. Es ist eine Hommage sowohl an Don Quichotte als auch an Louis de Funès. Dabei geht es witzig, artistisch, vertrackt, doppelbödig und reichlich unvernünftig zu“, so kann man auf der Website von Movimentos lesen.